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Bankkaufmann
Spießerberuf? Vorurteile überprüfen.

„Wenn du mit Erben am Tisch sitzt, weil Angehörige gerade verstorben sind, bist du Finanzberater, Versicherungskaufmann und Seelsorger in einer Person. Da muss man Feingefühl mitbringen“, weiß Yannick Becker, Azubi der Volksbank Wümme-Wieste e. G. Die Erbensituation sei allerdings keine Azubifall. „Man muss ein Interesse an Menschen haben, egal ob am Schalter oder im persönlichen Gespräch.“ Sein Opa war bei der Deutschen Bank. Becker selbst hat sich ab der fünften Klasse für Finanzen interessiert. Seine Eltern haben ihn früh informiert. „Beim Tischgespräch daheim ging es auch schon um die Telekom-Aktie. Zu dem Zeitpunkt, als sie emittiert wurde und gleich abgeschmiert ist. - Ich habe auch nachgefragt, wie unser Bau finanziert worden ist und mache manchmal Verbesserungsvorschläge.“ Becker moniert, dass die Schullehrpläne das Thema nicht erfassen. „Es ist schade, dass Themen wie Aktienmarkt oder Weltfinanzen nicht vermittelt werden.“ Und: Becker war als Kind ein überragender Monopolyspieler.

Teamspieler
Seit sieben Jahren ist Becker mit einem Kumpel Fußballtrainer der C-Jugend der Spielgemeinschaft Backsberg. „Fußballprofi will jeder kleine Junge werden, der Fußball gespielt hat. Journalismus war interessant, das Schulpraktikum aber mäßig. Polizei war auch in der engeren Auswahl.“ Und Träume, Ausland ...? „Wenn die Ausbildung fertig ist, habe ich auch noch Zeit für das Ausland. Mein Bruder geht jetzt nach Neuseeland und hilft da einige Monate in der Fußballschule von Wynton Rufer." Lebensentwürfe gibt es viele: Ein guter Freund von Becker ist an der Kunstschule in Wandsbeck: „Bei ihm spielt Geld keine Rolle, der braucht das nur zum Bezahlen. Zeichnen, Kreativität und Musik - das sind seine Schwerpunkte.“ Solche Leute kämen auch in die Bank - und der nächste, der reinkomme, sei Jurist ... Das reizt Becker an dem Beruf.

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