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Holzernte am laufenden Meter
Faszination Maschine: Bäume werden zu Mikadostäbchen.

von Götz Paschen

"Was mein Vater früher mit 30 Mann mit Motorsägen beschickt hat, schaffen wir heute mit zwei Harvestern", meint Torben Eickhoff (34), Kaufmann und Inhaber des gleichnamigen Forstbetriebes. Ein Harvester ist ein forstwirtschaftliches Holzerntegerät, das einem Bagger ähnlich sieht. Neu flockige 450.000 Euro. Der kippt die Bäume in den Wald, schneidet sie in 3-Meter-Stämme und schruppt dabei gleichzeitig die Äste runter. Der Forwarder, zu Deutsch Rückezug, Neupreis 300.000 Euro, räumt sie sich hintendrauf und fährt sie aus dem Wald.

Ahausen
Wir stehen im Kiefernwald hinter Ahausen, Richtung Unterstedt. Vater Torben mit Sohn Levi (2) und Opa Hermann (60) sind am Werk. Der Opa fährt den Holzernter. Werner Rauch bedient den Rückezug. Er ist staatlich geprüfter Maschinenführer, war bereits Bäcker, Koch, Seefahrer und Tiefbauer, ein vielseitiger und humorvoller Mann. Torben Eickhoff: "Maschinenführer ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Fortbildung." Zwei Harvester, zwei Rückezüge und drei Mitarbeiter gehören zu seinem Forstbetrieb. Er ist Lohnunternehmer, wie die Firmen, die den Bauern bei der Maisernte mit großem Gerät helfen. Nur dass er Bäume für Waldbesitzer und Förster erntet. 20 Jahre nach Anpflanzung erfolgt die erste Holzernte. Fünf und mehr Ernten im Abstand von fünf bis acht Jahren insgesamt. Im Laubwald kann man nach rund 20 Jahren bei Eiche oder Erle auch schon armstarke Bäume als Brennholz schneiden. Hier wird 'zu Fuß' gearbeitet: Kennzeichnen, Motorsäge, raustragen oder über eine Transportschneise mit dem Trecker rausfahren. Während in Deutschland gern Laubholz verbrannt wird, verheizen die Skandinavier seit Ewigkeiten Kiefer. Dass durch das Harz der Kiefer der Schornstein versottet, ist Unsinn. Man muss nur gut feuern, es darf nicht schwelen. Wer die Zuluft dicht macht, wenn es warm ist, hat bei Kiefer auch die Versottung im Schornstein.

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Selber sägen!
Wie Sie Ihr Brennholz sicher aus dem Wald holen.

von Kristin Albrecht

„Einmal ist eine Kiefer mit der Krone in einem anderen Baum hängen geblieben. Das war in einem relativ engen Wald“, erinnert sich Carsten Füllgraf aus Rotenburg. „Ich habe sie dreimal von oben angesägt, um sie frei zu kriegen. Die Kiefer war aber so sehr auf Spannung, dass sie nach oben geschnellt ist und mir meine Mütze weggehauen hat. Wenn die mich am Kinn erwischt hätte, dann: aus die Maus. Und die Säge ist mir in die Hose gegangen.“

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