20 Jahre Torfkurier, der Film






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Der Marathon-Mann
Einer läuft sich frei.

„In Berlin tauchte schon mal die Frage auf. Warum machst du das eigentlich? Könntest du nicht auch auf der anderen Seite stehen mit einem Bier in der Hand und den Leuten zujubeln? - Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Laufen für mich meine Lebensversicherung ist. Der Hausarzt sagt auch, es ist alles tipptopp, alle Werte gut. Damit hoffe ich dann, fürs Alter fit und agil zu sein.“ Christopher Nützel (46) arbeitet in der Geschäftsleitung bei Dodenhof und geht nach Feierabend laufen: „Mich bringt das zur Ruhe. Ich freue mich auf meinen Wald, die Wiesen und die Tiere. Da habe ich einfach mal kein Gespräch. Mir hat es ganz viel Klarheit gebracht, eine neue Zielstrebigkeit, Fokussierung und Beharrlichkeit. Und es hilft mir, mich selber runterzufahren aus dem hektischen Alltag in die eigene Trance. Beim Laufen gehst du Probleme durch und findest die Antworten.“

Aller Anfang
Nützels Frau war vor fünf Jahren der Ansicht, er müsse mehr für sich tun. Sie schenkte ihm einen Gutschein für fünf Stunden beim Lauftherapeuten Andreas Oberschilp aus Verden. Nützel war damals 15 Kilo schwerer und lag bei 98 Kilo: „Ich war kurz vor dreistellig - kulinarisch immer schön Feuer frei. Der Start kam aus einer totalen Unsportlichkeit heraus. Ich habe bis 30 viel Fußball gespielt. Dann elf Jahre Pause. Muckibude hätte mir nichts gegeben. Ich brauchte etwas, das ich von zu Hause aus oder unterwegs machen kann, auch auf Geschäftsreisen im Ausland: Buxe an, Shirt an, Schuhe an und los. Das gefällt mir gut. Der Gutschein war eines meiner tollsten Geschenke.“ Nützel lernte bei Oberschilp gesund zu laufen, ohne Muskelkater. Fünf Einzelstunden über ein halbes verteilt, nach Plan: Eine Minute joggen, eine Minute gehen, eine Minute joggen, eine Minute gehen … Erst 2 x 5 Minuten, dann 2 x 10 Minuten. 3 x die Woche. Das Ziel: 30 Minuten am Stück ohne Atembeschwerden laufen zu können. „Dann kam wieder mein Ehrgeiz. Ja es muss auch mal mehr geben als die halbe Stunde.“ Nützel steigerte Zeit und Strecke. „Eines Tages war ich erst nach zweieinhalb Stunden wieder zu Hause. Ich hatte meinen privaten Halbmarathon gemacht. Und meine Frau sich Sorgen.“

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