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Die Profi-Staudenbörse
Logistik mit dem grünen Daumen.von Nils Wiedemann
Hektisches Treiben. Ich krieg noch dieses. Der kriegt noch jenes. Du wolltest `was Anderes. Listen führen. Haken dran. Die Börse ist eröffnet! An welchen Ort sind Ihre Gedanken jetzt gereist? Frankfurt? New York? Tokyo? London? Viel zu weit. Wir befinden uns in Mellendorf, nahe Hannover. Dorthin mitgenommen hat uns Lutz Früchtenicht aus Rotenburg. Er leitet seine eigene Gärtnerei in Rotenburg. Spezialisiert hat er sich auf Stauden. Und er ist der Mann, der nun die Börse und die Stauden zusammenbringt. Denn in seiner Firma ist er nicht nur der Mann mit dem grünsten Daumen. Er ist auch Logistiker.
LogistischesLogistik ist ein großes Thema im Gartenbau. Denn auch wenn er sich auf Stauden spezialisiert hat, alle Arten kann er in seiner Gärtnerei alleine nicht anbauen. Deswegen herrscht ein reger Austausch von Pflanzen unter den Staudengärtnern. „Man weiß genau, was man bei welchem Kollegen kriegt. Ein schneller Anruf oder ein Fax, und ich kann dem Kunden meist die gewünschte Ware bieten“, erklärt Früchtenicht. So ist unter den Betrieben ein Netzwerk entstanden. Gerade in der Staudensaison vom Frühling bis in den späten Herbst finden sehr viele Staudentransaktionen statt. So kamen die Staudengärtner vor etwa zehn Jahren auf die Idee der ‚Staudenbörse‘.
weiter lesen ...Straßenbegleitgrün
Grünes und Blühendes am Rotenburger Straßenrand.von Kristin Albrecht
„Die kahlen Stellen und das ‚Unkraut‘ am Straßenrand in der Glockengießerstraße und Aalter Allee waren dem Bürgermeister ein Dorn im Auge“, erinnert sich Andrea Rieß, Umweltsachbearbeiterin der Stadt. Ohne Unzufriedenheit kein Wachstum: Rotenburgs Innenstadt sollte grüner und blühender werden. „Wir wollten etwas, das naturnah ist und Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten sein kann. Und es sollte optisch ansprechend sein.“ Dann ging alles ganz schnell: Im Januar 2009 begann die Planung für das erste Straßenbegleitgrün der Stadt, obwohl der Haushalt noch nicht in trockenen Tüchern war. Doch bereits im Frühjahr desselben Jahres fand die Umsetzung statt. „Wir haben dem Büro Ackermann für Garten- und Landschaftsarchitektur in Hannover mitgeteilt, welche Fläche wir bepflanzen wollen. Und was wir uns vorstellen. Die haben uns dann ein Konzept erstellt. Es war ein Experiment. Wir wussten nicht, was auf uns zukommt.“ Dass Rotenburg eine solch prächtige Zukunft blühte, hatte sich damals vielleicht noch niemand vorstellen können.
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