20 Jahre Torfkurier, der Film






Startseite

Wo das Essen herkommt
Über-Lebens-Mittel und das MHD.

Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) – hinter diesem Wort steckt nicht nur eine Richtlinie, sondern auch eine Philosophie. „Es gibt Kontrollen vom Gesundheitsamt. Aber in erster Linie wollen wir unseren Gästen Gutes tun“, stellt Gerda Urbrock klar. „Wenn eine Wurst am 15. abgelaufen ist und wir am 15. Ausgabe haben, geben wir die zwar raus, teilen das aber den Gästen mit. Über das MHD hinaus wird nichts aufbewahrt und schon gar nicht verteilt.“ Auch Brot, Brötchen und Kuchen sind vom gleichen Tag. „Vom Bäcker in Ritterhude bekommen wir sogar belegte Brötchen. Der fährt Kantinen und Baustellen an. Weiß aber nie genau, wieviel er loswird. Was übrig bleibt, überlässt er uns.“ Die Schatzmeisterin der Lilienthaler Tafel kümmert sich nicht nur um die Verwaltung und Buchhaltung des gemeinnützigen Vereins, sondern jeden Dienstag auch um die Kasse bei der Ausgabe. Dort liegen im Schnitt geschätzte 40 Kisten bereit, in denen die Lebensmittel für die Gäste präsentiert werden. „Bei 15 Kilogramm pro Kiste sind das 700 - 800 Kilogramm an Nahrung, die wir verteilen.“

Nahrungsspender
Es gibt alles, was das Herz begehrt: Gemüse, Obst, Eier, Fleisch und Molkereiprodukte. Von den Bäckern und Supermärkten aus der Gegend. Dem Lilienthaler Bio-Laden. Rossmann aus Worpswede. Der Molkerei Zeven. Manchmal Kartoffeln oder Spargel frisch vom Bauern. Das aber seltener. Oder drei, vier Paletten Pizza vom Großlager: „Da müssen wir aber ganz schnell sein, denn das Angebot gilt für alle Tafeln. Weil wir unsere Kühlwagen haben, bringen wir Sottrum und den anderen Tafeln im Umkreis ihren Anteil mit und berechnen dann ein bisschen Fahrtkosten.“ Die Unterstützung der Tafeln untereinander stimmt: „Vieles tauschen wir sowieso. Gerade Getränke. Wasser, Apfelschorle. Denn wir haben nicht nur das Kühlfahrzeug, sondern auch die große Kühlanlage. So können wir Waren bis zu einer Woche bei uns lagern. Meist geht aber sowieso alles am gleichen Tag weg oder einen Tag später an Sottrum.“

weiter lesen ...

............................................................................................................................................................................

Näheres zum Torfkurier-Verlag selbst finden Sie hier.

............................................................................................................................................................................