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Als Expertin im Männerbiotop Baustelle
Frau vor Ort: Kompetenz setzt sich durch.
von Nicolas Schulz
„Mein Fachwissen wird akzeptiert und gut angenommen“, bekräftigt die Architektin Ingrid Meiners. „Ich bin jetzt aber auch schon weit über 30 Jahre im Geschäft. Da strahlt man schon die Erfahrung und eine gewisse Selbstsicherheit aus. Junge Kolleginnen, die jetzt ganz frisch sind und noch nicht so viele Referenzen haben, empfinden das vielleicht ein wenig anders.“
Die ArchitektinAls Fachfrau plant sie nicht nur vorher am Reißbrett, sondern leitet auch vor Ort auf dem Bau die praktische Umsetzung ihrer Entwürfe. „Ich habe da aber noch nie Probleme gehabt, mich gegenüber männlichen Bauarbeitern durchzusetzen.“ Wichtig sei es, nicht als großer Macker aufzutreten. Sondern den Handwerkern auch zuzuhören: „Die sind doch noch dichter an der Quelle was Materialien, Bauschäden und so was betrifft.“ Da sei es besser, wenn man sich berät, als nur stur seinen Kopf durchzusetzen. Sie sieht es als Vorteil, dass sie quasi „am Bau aufgewachsen“ ist. Schon ihr Vater war Bautechniker. Vor ihrem Studium hat sie zunächst eine Lehre als Bauzeichnerin gemacht und dabei schon viel Zeit auf der Baustelle verbracht. „Da kommt man auch in den Jargon rein, und weiß, wie man miteinander spricht.“
weiter lesen ...Frau in Werkstatt
Schrauben, schweißen, flexen.von Sabine Rüger
Die Funken fliegen. Es ist laut. Franziska Weber sitzt an der Schleifmaschine in ihrer Werkstatt. Sie schärft die Kette einer Motorsäge. Die Werkstatt sieht aus, wie sie aussehen muss. Regale mit alten Motorteilen, Lacksprühdosen, Schläuchen. Maulschlüssel, Schraubendreher, Kombizangen oder Spachtel hängen an den Wänden. Die gelernte Industriemechanikerin und Industriemeisterin repariert alles, egal ob Trecker, Minibagger oder Radlader. Auch in ihrer Freizeit schraubt oder schweißt sie an Autos und Mopeds. „Wenn der Motor wieder schnurrt, ist das ein Erfolgserlebnis“, sagt die 28-jährige.
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